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Das Jugendförderwerk Vechta e. V. wurde 1977 von sozial engagierten Personen auf Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Landesverband Oldenburg, mit dem Ziel gegründet, die kirchliche Jugendarbeit im Offizialatsbezirk Oldenburg zu fördern. Der Verein unterhält Einrichtungen der kirchlichen Jugendarbeit, initiiert und unterstützt entsprechende Projekte und Maßnahmen der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit.
Diese in Vechta und Lohne angesiedelten Einrichtungen sind Ausdruck des jugendpolitischen Engagements des BDKJ und seiner Mitverantwortung für benachteiligte Jugendliche, die aufgrund sozialer, intellektueller, psychischer und physischer Defizite besondere Schwierigkeiten haben, den Einstieg in die Arbeitswelt zu finden.

Die im Jahr 1983 gegründete Jugendwerkstatt Vechta bildet den Kernbereich der vom Jugendförderwerk Vechta e. V. verantworteten Maßnahmen zur Verbesserung der Lage arbeitsloser und benachteiligter Jugendlicher.

Jugendberufshilfe und Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft verfolgen das Ziel, die Partizipation aller jungen Menschen in unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Dies ist nicht nur über Erwerbsarbeit möglich. Anerkennung und Wertschätzung der jungen Menschen sind wichtige Elemente.
Durch Angebote, Projekte und Maßnahmen der Jugendberufshilfe soll insbesondere sozial Benachteiligten und individuell Beeinträchtigten Hilfestellung geleistet werden, bis sie in die Gesellschaft integriert sind. Partizipation bedeutet in diesem Zusammenhang Teilhabe an politischen Gestaltungsmöglichkeiten, ein existenzsicherndes Einkommen und Teilhabe an Kultur und Gesellschaft sowie an der sozialen Sicherung.
Abgeleitet von der christlichen Nächstenliebe wird die Option für die Armen (Schwachen, Benachteiligten und Behinderten) zum verpflichtenden Kriterium des Handelns. Dies bedeutet, dass alle jungen Menschen sich als unbedingt angenommen und geliebt erfahren können, unabhängig von jeder Leistung und mit all ihren Schwächen und Fähigkeiten. Deshalb ist eine wirkliche Begegnung und tätige Solidarität mit armen und benachteiligten jungen Menschen unverzichtbar.

Oberstes Ziel der Jugendberufshilfe in katholischer Trägerschaft ist die Integration aller Jugendlichen in das System der Erwerbsarbeit:
Um Ausbildungsreife und Beschäftigungsfähigkeit herzustellen, müssen vorhandene Kompetenzen und Ressourcen des Einzelnen aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Fertigkeiten und Kenntnisse, die Voraussetzung für die Integration in das Ausbildungs- und Beschäftigungssystem sind, müssen vermittelt werden. Im Sinne eines ganzheitlichen Förderansatzes sollen die Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden und Hilfen zur psychosozialen Stabilisierung erhalten. Beschäftigungsfähigkeit orientiert sich an den Interessen und dem Förderbedarf der Jugendlichen und den Erfordernissen des lokalen Arbeitsmarktes. Ein zuverlässiges personales Angebot ist wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Ansatzes.
Neben der Herstellung von Beschäftigungsfähigkeit gilt es auch dafür Sorge zu tragen, dass ein ausreichendes Angebot an Ausbildungsplätzen und Qualifizierungsmöglichkeiten für die Zielgruppe der Jugendberufshilfe zur Verfügung steht. Hierbei soll durch entsprechende Stützangebote möglichst vielen Jugendlichen die Chance einer betrieblichen Ausbildung verschafft werden. Des weiteren will die Jugendberufshilfe die Integration in den Arbeitsmarkt fördern und da, wo es nötig ist, Jugendliche beim Einstieg in Arbeit und Beschäftigung begleiten. Prioritär will die Jugendberufshilfe Jugendliche in den Arbeitsmarkt integrieren. Wo dies nicht möglich ist, hat ein geförderter Arbeitsmarkt das Ziel, Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten und Arbeitsmöglichkeiten für alle zur Verfügung zu stellen.

Zielgruppen der Jugendberufshilfe in katholischer Trägerschaft sind junge Menschen, die zu ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Integration besonderer Hilfen bedürfen:
Jugendberufshilfe in katholischer Trägerschaft bietet jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind’, sozialpädagogische Hilfen an, die ihre berufliche und soziale Integration fördern (vgl. § 13 Abs. 1 SGB VIII).
Junge Menschen sind sozial benachteiligt, insoweit sie durch gesellschaftliche Mechanismen in ihren Lebenschancen eingeschränkt werden. Dies trifft z. B. für junge Menschen zu, die aus belasteten Lebensverhältnissen oder aus sozialen Randgruppen kommen. Soziale Benachteiligung ist u.a. bedingt durch Armut, Leben in strukturschwachen Regionen oder Zugehörigkeit zu einer wenig geachteten ethnischen Minderheit. Sozialisationsmechanismen und geschlechtsspezifische Selektionsprozesse führen dazu, dass auch Mädchen und junge Frauen nach wie vor als sozial benachteiligt gelten können.
Individuell beeinträchtigt sind junge Menschen, denen es persönliche Merkmale erschweren, bestimmte, für ihre Entwicklung und gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft wichtige physische, psychische, kognitive oder soziale Anforderungen zu erfüllen.

Jugendberufshilfe in katholischer Trägerschaft orientiert sich an den Grundsätzen der Katholischen Soziallehre:
Jeder Mensch wird als Subjekt ernst genommen. Er erhält ganzheitliche Hilfen, die die Lebens- und Arbeitswelt im Blick haben und sich an seinen Fähigkeiten und Ressourcen orientieren.
Nach dem Grundsatz der Solidarität tragen alle wechselseitig Verantwortung füreinander. Hieraus ergibt sich für alle Beteiligten die Verpflichtung, Ausbildung zu ermöglichen und einen hohen und stabilen Beschäftigungsstand zu erreichen. In einer Gesellschaft, in der die Erwerbsarbeit die wichtigste Zugangsmöglichkeit für die Erwirtschaftung des eigenen Lebensunterhalts, zur eigenen Lebensvorsorge und zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben schafft, ergibt sich quasi ein Menschenrecht auf Arbeit zur Wahrnehmung des gesellschaftlichen Lebens.
Nach dem Grundsatz der Subsidiarität kommt dem Einzelnen oder Gruppen das Recht und die Pflicht zu, die eigenen Angelegenheiten selbständig zu regeln. Den jungen Menschen wird dann und insoweit geholfen, als sie selbst, ihre Eltern, Lehrkräfte oder andere Personen, Gruppen und Einrichtungen dies nicht mindestens genauso gut leisten können. Jugendberufshilfe hat daher eine ergänzende und unterstützende Funktion.

Spezifikum von Jugendberufshilfe in katholischer Trägerschaft ist die Verknüpfung jugendspezifischer und arbeitsweltbezogener Ansätze und Methoden:
Jugendberufshilfe in katholischer Trägerschaft greift sowohl auf das methodische Repertoire der Sozialpädagogik/Jugendhilfe als auch auf unterschiedliche Ansätze der Ausbildungs- und Arbeitsförderung und Grundsicherung für Arbeitssuchende zurück. Als wichtige Aufgabe für die Einrichtungen und Projekte ergibt sich daraus die Beobachtung und Bewertung der regionalen Arbeitsmärkte ebenso wie eine gemeinsame Förder- und Hilfeplanung mit den Jugendlichen. Aufgabe der Jugendberufshilfe ist es, den Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Jugendlichen entsprechende Förderangebote zu initiieren, um die Integration der Zielgruppe in Ausbildung oder Arbeit zu erreichen.
Der Aufbau einer persönlichen und ehrlichen Beziehung zu den Jugendlichen ist für uns von ausschlaggebender Bedeutung.

Diese Zielsetzungen werden durch das eingeführte Qualitätsmanagementsystem verfolgt, unterstützt und stetig verbessert.
Das Leitbild ist die Grundlage für Festlegung, Überprüfbarkeit, Bewertung und Weiterentwicklung der für die Einrichtung geltenden Qualitätsziele.
Von zentraler Bedeutung ist die Qualität unserer Einrichtung sowie die Zufriedenheit der Kunden. Diese definieren wir als Teilnehmende, Auftraggebende und Kooperationsbetriebe. Der Kundenzufriedenheit dient das eingeführte Beschwerdemanagement.
Die Mitarbeiter tragen entscheidend zur Zielerreichung und damit zum Erfolg der Einrichtung bei. Sie tragen Verantwortung in ihrem Arbeitsbereich und nutzen die Gestaltungsmöglichkeiten entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten. Sie wirken aktiv an der Planung und Umsetzung notwendiger Veränderungen mit.

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